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Heimatgefühle in Lied- und Gedichtform

 

Die Schönheit unserer Ortschaft hat schon einige Bürger in der Vergangenheit veranlasst ihre Wahrnehmungen und Empfindungen, bezüglich ihres Heimatdorfes Schaephuysen, in Versen und Reimen zum Ausdruck zu bringen.


Um dies der Nachwelt zu erhalten und zu übermitteln, sollen diese schönen Beiträge hier noch einmal in Erinnerung gerufen werden.



Die Heimat

Liedtext von Theodor Kulder

(nach der Melodie „Dort, wo der Rhein mit seinen Wellen“)

 

Nur die älteren Mitbürger werden es wahrscheinlich noch wissen, dass es ein Heimatlied über Schaephuysen gibt. Der Verfasser war Theodor Kulder, der am 01. Oktober 1855 in Schaephuysen geboren wurde und dieses Loblied auf seinen Geburtsort geschrieben hat. Teile des ehemaligen Hofes Kulder, seinem Elternhaus, befinden sich noch heute an der Hauptstrasse gegenüber der Pastoratstrasse.

Im Jahre 1882, im Alter von 27 Jahren, verließ er Schaephuysen und zog nach St. Tönis, wo er 1893 heiratete und am 05.02.1940 im Alter von 84 Jahren an den Folgen eines Unfalls verstarb.

   

 

Dort, wo am Fuß des Berges tief geborgen             

Schaephuysen wie das stille Veilchen blüht.                                

Wo meines Lebens herrlich junger Morgen

in der Erinn`rung zieht durch mein Gemüt.

Dort möcht ich sein, dort möcht ich sein!

O liebe Heimat mein!

Auf deinen Bergen möcht` ich sein.

 

Seit langer Zeit schaut dort die alte Mühle

der herrlichen Gefilde Fruchtbarkeit,

zu ihr mich zieht es hin, zu meinem Ziele,

wo ich so oft einst war vor langer Zeit.

Die liegt so fern, sie liegt so weit,

die Mühle mahlt nicht mehr.

Lang` ach, gar lange ist es her.

 

Ein Jugendheim ist dort ja nun entstanden,

wo einst der Müller mahlt zum Mehl das Korn,

manch` fröhlich` Wand`rer an der Mühl` wird landen,

trinkt auf der Höh` aus reiner Lüfte Born.

Dort möchte` ich sein, dort möchte` ich sein!

Im lieben Jugendheim,

schau`n in die schöne Welt hinein.

 

Und lasse dort mein Auge voll Entzücken

der schönen Aussicht rings herum sich freu'n,

möcht wandern gerne auf des Berges Rücken.

Im Tale seh` ich stets die Heimat mein.

Dort möchte` ich sein, dort möcht` ich sein!

Blick` in die Ferne weit,

gedenke dann der Jugendzeit.

 

Dort, wo die Wiesen grün den Ort umfangen,

das klare Bächlein immer munter fließt,

zum grünen Wald hatt’ stets mein Herz Verlangen,

wo uns der Vöglein Chor so schön begrüßt.

Dort möcht` ich sein, dort möcht` ich sein!

Im dunklen Waldeshain,

in seinem Schatten mich erfreu`n

 

Wenn dann zum Heimatort zurück ich sehe,

aus dem das schöne Kirchlein sich erhebt.

Durch seine breiten, saubern Straßen gehe,

mein Herz vor stiller Sehnsucht dann erbebt.

Dort möcht` ich sein, dort möchte` ich sein!

Denn dieses Örtchen klein

Schließt meine toten Lieben ein.

 

Wann Theodor Kulder das Gedicht „Die Heimat“ schrieb lässt sich nicht mehr feststellen. Es ist aber sicher, dass er von den obigen Strophen ursprünglich nur die 1., 4., 5. und 6. verfasste. So ist das Gedicht in Schaephuysen auch allgemein bekannt. Die 2. und 3. Strophe fügte er nach 1924 hinzu, als in der Mühle eine Jugendherberge eingerichtet wurde.

Quelle: Theodor Kulder „Mein Heimatdorf Schaephuysen“; Zusammengestellt und mit Anmerkungen versehen von Theo Mäschig.

 

 

Was ist denn in Schaephuysen los?

Verse von Hermann Klöttschen


Im Jahre 1971 wurde Schaephuysen Kreissieger beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“. Im Lan­deswettbewerb wurde Platz 13 erreicht und damit eine Sil­bermedaille errungen. Die Landwirtschaftskammer verlieh Schaephuysen eine zusätzliche Silberplakette für den einmaligen Blumenschmuck.

Dieser große Erfolg, auf Kreis- und Landesebene, wurde bei der Kirmes im Festzelt gebührend gefeiert. Aus die­sem Anlaß verfaßte der 1. Vorsitzende des Obst- und Gartenbauver­eins, Hermann Klöttschen, die folgenden Verse:

 

 

Was ist denn in Schaephuysen los,

die Feriengäste staunen blos.

Ja wißt Ihr denn nicht, was heute passiert?

Die Landeskommission kommt,

wir werden prämiiert!

                           

Sie wandern nun die Straßen entlang,                                        

sprechen viele Bürger an:

Was ist denn schönes hier geschehen?

Geh'n Sie nur weiter, Sie werden es sehen.

 

Sie riechen schon den Rosenduft,

atmen dabei die Tannenluft.

Die Luftverschmutzung ist tabu,

die Schaephuysener Bürger helfen dazu.

 

Wo zwanzigtausend Rosen blüh'n,

tausend Tannen recken ihr Grün,

Blumen in Schalen und Kästen verkünden:

Hier ist das schönste Dorf zu finden.

 

Doch leider hat die ganze Pracht

nicht das begehrte Gold gebracht.

Am Sieg ging es ganz knapp vorbei,

denn Silber gab es für Platz drei.

 

Doch soll uns das nicht mutlos machen,

wir wollen fröhlich weiter schaffen.

Dann winkt beim nächsten Male schon

die Goldmedaille uns als Lohn.

 

 

Os Schopes

Mundartgedicht von Käthe Birkner

 

Für die im Jahre 1977 beim Kreiswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ errungene Goldmedaille, fand am 08. Oktober 1977 die Abschlussfeier des Wettbewerbs des Kreisverbandes Kleve für Gartenkultur und Heimatpflege in der Schaephuysener Turnhalle statt.

Zu dieser Veranstaltung hatte Käthe Birkner dieses kleine Gedicht verfasst, welches damals beim Publikum großen Anklang fand.

 

 

                                                        

 

 

 

                               

Do Schopes, os Heimat, do kleen nett Flecksken,

wo me gi'et an stieh't, overall en nett Ecksken.

We häbben hier Wälder, Höhen on Seen,

op den Berg oder an de Kull, et es overall schön!

 

De Schopeser Lüh, die sin ömmer rege,

wenn se ni putze, dann sinn se an't fäge!

Wenn alles gefäg an alles prat

dann maken die Rentner sich op de Paat

hier an dän Grillplätz maken die Halt,

Skat wöd gedrosche, dat et so knallt.

 

Be os hier an't Schopes es ömmer wat los,

we häbben Vereine, die sinn ganz famos.

Av Sänger, av Trommler, av Feuerwehrlüh,

ook Schützen on Reiter, die we're nie müh.

Et wed ok döchtig Sport gemäck,

av Fußball, av Trimm-Dich, alles es jeck.

Dän Heimat- on Kulturverein

miek alles mobil, av grou't, av klein.

 

Dä Wettbewerb be dat schönste Derp,

dä miek os Schopeser richtig schärp.

Dän öschte Plätz, dat es os Ziel,

we sinn bestrebt, et kost wat et well.

Osen Herrgott göv os seeker de Lohn,

met ganz vü'el Punkte van de Kommission.

Doch wenn et ni klappt, sinn we ok ni jeck,

für os blivt Schopes dä goldene Fleck.

 

 

Gold´nes Schaephuysen

Liedtext von Heinrich Hoesemans

(nach der Melodie „Weinland“ von Robert Pracht)

 

Beim Landeswettbewerb 1977 wurde Schaephuysen ebenfalls zum „Golddorf“ gekrönt. Heinrich Hoesemans, der Notenwart des Kirchenchores Cäcilia 1928 Schaephuysen, hatte damals ein kleines Lied über sein Heimatdorf geschrieben, welches bei der Abschlussveranstaltung des Wettbewerbs am 12. November 1977, in Gummersbach, von Mitgliedern des Schaephuysener Kirchenchores vorgetragen wurde.

 

                                                                                                                   

                                             

Kommst Du mal gezogen ins Land hier am Rhein

und suchst dann das herrlichste Fleckchen auf Erden,

dann komm zum Kreis Kleve, denn dort liegt so fein,

Schaephuysen, die Perle vom Niederrhein.

 

Gold´nes Schaephuysen, du bist das kleine,

schönste Dorf im Land am Rheine,

herrliche Rosen, Wälder und Höh´n

„Goldenes Schopes“, wunderschön!