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Mit großem persönlichen Engagement setzte sich Hermann Klöttschen, der seit 1953 Vorsitzender des damaligen Obst- und Gartenbauvereins war, für eine Ver­besserung der Grünanlagen im privaten und öffentlichen Bereich ein. Gemeinsam mit den Gemeindearbeitern leistete er viele freiwilli­ge Arbeitsstunden zur Pflege der Grünanlagen. Aber was nützt die Aktivität der gemeindlichen Organe oder eines Obst- und Gartenbauvereins, wenn die Bürgerschaft abseits steht. In Einzelgesprächen und Beratungen ge­lang es ihm und dem Amtsdirektor, viele Bürger der Gemeinde für eine bessere Gestaltung der Vorgärten und für die Anbringung von Blumenschmuck an den Häusern zu begeistern.


Erstmals nahm Schaephuysen im Jahr 1961 an dem Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ teil und belegte hierbei einen 6. Platz. Mit einem Rundschreiben im November 1966 wurden die Bür­ger aufgerufen, mit Pinsel und Farbe sowie durch Neugestaltung der Vorgärten einen wesentlichen Beitrag zur Dorfverschönerung zu leisten. Eine große Unterstützung leistete hierbei das Gartenamt des Kreises Moers, welches Bepflanzungspläne aufstell­te und Anregungen für die Neugestaltung der Anlagen lieferte.


Begeistert wurde aus allen Bevölkerungsschichten der Auf­ruf der Gemeinde zur Dorfverschönerung aufgenommen. Wie jährlich einmal im eigenen Heim ein „Hausputz" stattfindet, bei dem alles überholt wird, machten sich die Bürger daran, den Hausputz auf den äußeren Bereich auszudehnen. In einer bisher in der Gemeinde nicht gekannten Form wetteiferten die Nachbarschaften untereinan­der. So kam es, daß sich in wenigen Wochen das äußere Bild der Gemeinde gründlich wandelte.


Diese Anstrengungen brachten in den folgenden Jahren auch die entsprechenden Erfolge und Auszeichnungen bei den Wettbewerben auf Kreis- und Landesebene. Doch die Möglichkeit auf Bundesebene zu konkurrieren blieb bis 1976 leider versagt. Man war schon geneigt nicht mehr am Wettbewerb teilzunehmen, da die Erfolgsaussichten auf die Erringung einer Goldmedaille als sehr gering eingestuft wurden.


Er­win Gehrmann, seit einiger Zeit 1. Vorsitzender des Obst- und Gar­tenbauvereins, gelang es jedoch, die Vereinsvertreter noch einmal zu einer Wettbewerbsteilnahme zu bewegen und im Jahre 1977 wurde Schaephuysen in einer Kraftanstrengung der Verwaltung, der Verei­ne und der Bürger auf Hochglanz gebracht. Das Ergebnis beeindruckte bereits die Kreisprüfungskommission, die Schaep­huysen unter 68 Ortschaften auf den 1. Platz setzte.


Als die Landes­kommission den Ort am 15. Juli besuchte, wurde sie mit Kutschen durch den Ort gefahren. Schaephuysen errang erstmals auf Landesebene die Goldmedaille und qualifizierte sich damit für die Teilnahme am Bundeswettbe­werb.


Nach der Besichtigung durch die Bundeskommission am 22. August war die Spannung riesengroß und siehe da - als einzige Ort­schaft im Rheinland erkämpfte sich  Schaephuysen auch auf Bundesebene die Goldmedaille. Schaephuysen durfte sich nun „Golddorf“ nennen.